JHWH, Jahwe, Jehova

  1. 6000 Mal der Name des lieben Gottes
  2. יהוה (JHWH) - der Gott mit dem vergessenen Namen
    1. JHWH? - das ist doch kein Name!
    2. Jahwe? Jehova? Warum habe ich davon nie etwas gehört?
    3. Jehova oder Jahwe - das klingt aber sehr unterschiedlich!
    4. Warum wurde der Name Gottes eigentlich vergessen?
    5. Der unnahbare Gott יהוה (JHWH)
    6. JHWH, JHVH, YHWH oder YHVH - Was ist richtig?
    7. יהוה (JHWH) kommt vom Wort sein: היה (hajah) oder הוה (hawah)
  3. Jahwe oder Jehova? - der Wettbewerb
    1. Hajah / Hawah - Klingt das nicht schon sehr nach Jahwe?
    2. Biblische Namen mit Jeho - Spricht das nicht sehr für Jehova?
    3. הללויה (Halelujah = Gelobt sei JHWH) - Wieder ein Punkt für Jahwe?
    4. Andere biblische Namen, die bei uns mit -jah enden?
    5. Was würde Martin Luther tun?
    6. Die Elberfelder Übersetzung
    7. Die Neue-Welt-Übersetzung der Zeugen Jehovas
    8. Einheitsübersetzung
    9. Weitere Übersetzungen?
    10. Jehova oder Jahwe - wir geben nicht auf!
    11. Was ist mit griechischen Schriften?
    12. Romanus Teller
    13. 0:0 - Geben wir doch auf?
  4. Warum Jehova wahrscheinlich falsch ist
    1. Hebräisch drohte in Vergessenheit zu geraten
    2. Hebräisch drohte auszusterben
    3. Die Interpunktion von JHWH, Elohim und Adonaj
    4. Elohim und Adonaj
    5. Von Viagra zu Jehova, J3hova, Jeh0v4, J3h0v4
    6. Der unlesbare Gottesname יהוה (JHWH)
    7. Hausaufgabe! Warum ist der Name Gottes unlesbar?
    8. יְהוָֹה ist J3h0v4 auf hebräisch!
    9. Das Wort Jehova geht also auf ein Missverständnis zurück.
    10. Raymundus Martinus - der Vater von Jehova
    11. Ist der Name Jehova also eine Ente?
    12. Das heißt, der Name lautet eigentlich Jahwe?
  5. Besser einen falschen Namen aussprechen als gar keinen?
    1. יהוה (JHWH) hat eine Bedeutung
    2. Der Name Jesu und der Name יהוה
    3. Der Name von Petrus
    4. Fazit zum Thema: Besser die falsche Aussprache als gar keine?
  6. Das Fazit zur Aussprache des Namens Gottes יהוה (JHWH)

6000 Mal der Name des lieben Gottes

Für einige mag diese Information neu sein: Der liebe Gott hat einen Namen: יהוה (JHWH). Dieser Name kommt 6.000 Mal in der Bibel vor. Das ist relativ häufig dafür, dass Sie ihn dort wahrscheinlich nie gelesen haben werden. Die Profis nennen ihn Tetragramm oder Tetragrammaton. Das ist so ähnlich wie ein Tetrapack - nur eben mit vier Buchstaben statt vier Ecken. Aber Spaß beiseite.

Wollen wir ihn uns mal in voller Schönheit und in mehreren Schriftarten ansehen:

יהוה   יהוה   יהוה

Anfänglich hatte diese Seite nur ein paar Argumente zum Namen Gottes. Doch durch Zuschriften sah ich, dass dieser Name ein große Faszination auf viele Leser ausübt. Darum habe ich diese Seite etwas aufgeblasen und versuche schwierigere Fragen zu beantworten.

Weil einige Punkte nur durch etwas vertiefteres Wissen über die hebräische Sprache zu verstehen sind, habe ich einige Lektionen Hebräisch eingefügt. Die stehen aber extra in grauen Textboxen, so dass man sie einfach überspringen kann.

Ich kann jetzt schon mal versprechen: wenn Sie ganz unten ankommen, werden Sie so klug sein, Sie werden kaum noch stehen können. Ob Sie am Ende wirklich wissen, wie der Name Gottes lautet - ich weiß es nicht. Sollten Sie es am Ende nicht wissen, wissen Sie aber in jedem Fall, warum Sie es nicht wissen. Also, viel Spaß.

יהוה (JHWH) - der Gott mit dem vergessenen Namen

Ist es nicht eine außerordentlich seltsame Situation? Da erschafft ein Gott angeblich Himmel und Erde. Er sucht sich ein Volk aus, tut große Taten, gibt ihnen die 10 Gebote (2. Mose 20) und ein sehr umfangreiches Gesetz (3. Mose). Und ein paar hundert Jahre nachdem Gott dieses Gesetz in Kraft gesetzt hat, weiß sein Volk seinen Namen nicht mehr.

Heute streiten sich die einen darüber, wie der Name denn lautete. Die anderen diskutieren, ob das überhaupt wichtig ist. Wieder andere legen Wert darauf, lieber einem falschen Namen zu verwenden, als gar keinen - ganz vorne die Zeugen Jehovas. Und noch andere ... ach, egal.

Lässt ein ewiger, allmächtiger Gott wirklich sein Volk seinen Namen vergessen? Gern wird das "Vergessen" auf die Menschen abgeschoben. Aber warum vergisst ein Volk Gottes den Namen seines Gottes? Hier stimmt doch etwas nicht!

Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf viele Fragen rund um dem Gottesnamen יהוה (JHWH). Machen Sie sich selbst ein Bild.

JHWH? - das ist doch kein Name!

Richtig. Das ist kein Name. Es fehlen die Vokale.

Diese Vokale sind leider über die Jahre verlorengegangen. Keiner weiß heute mehr mit Sicherheit, wie dieser Gottesname יהוה (JHWH) ausgesprochen wurde. Nur diese vier Buchstaben sind noch bekannt. Warum das so ist, verstehen Sie nach unserer ersten Hebräisch-Lektion:

Hebräisch-Lektion 1: Was ist eine Konsonantensprache?

Hebräisch ist eine Konsonantensprache. Was das bedeutet, mag vielen nicht klar sein.

Hebräisch schreibt man ohne Vokale

Der Hebräer benötigt keine Vokale (a, e, i, o, u), um ein Wort zu erkennen. Dies liegt nicht daran, dass Hebräer Hellseher sind, sondern ihre Sprache funktioniert einfach anders als unsere. Hebräisch ist auf Konsonanten aufgebaut und die Vokale sind deutlich unwichtiger, als bei uns.

Auch die heutigen Zeitungen in Israel enthalten keine Vokale. Die Vokale sind von so untergeordneter Bedeutung, dass sie nicht benötigt werden, um einen Text zu verstehen.

Problematisch wird es allerdings bei Eigennamen. Und genau diesen Fall haben wir nun mit unserem Bibel-Gott. Er heißt יהוה (JHWH). Welche Vokale zwischen diesen vier Buchstaben standen - und überhaupt wieviele - dieses Wissen ist verlorengegangen.

 

Jahwe? Jehova? Warum habe ich davon nie etwas gehört?

In unserer christlichen Kultur hat der alttestamentliche Gottesname seine besondere Stellung verloren. Die Autoren des Neuen Testaments verwendeten ihn bereits nicht mehr. Sie schrieben stattdessen Κυριος (Kyrios = Herr) oder Θεος (Theos = Gott). Jesus nannte Gott sogar אבה (Abba) - was soviel wie "Papa" bedeutet und für die Juden damals sehr anstößig war.

Die christlichen Kirchen glauben an eine Dreieinigkeit zwischen Vater, Sohn und Heiligem Geist. So spielt Jesus im Neuen Testament quasi eine Doppel-Hauptrolle als Mensch und Gott.

Die christlichen Kirchen werden daher Wert darauf legen, dass man den Namen Jesu bekennen muss und nicht den Namen יהוה (JHWH). Wenn Sie also in unserer christlichen Kultur aufgewachsen sind, haben Sie bisher nichts von diesem Gottesnamen gehört, weil er für die Kirchen keine große Wichtigkeit mehr hat.

Die Zeugen Jehovas werden dem geflissentlich widersprechen.

Jehova oder Jahwe - das klingt aber sehr unterschiedlich!

Für unsere Ohren klingt es unterschiedlich.

Hebräisch-Lektion 2: Woran erkennt der Hebräer ein Wort?

Woran erkennen wir das Wort sagen? Am Wortstamm "SAG". Ganz egal, in welcher Form wir das Wort verwenden: SAGen, SAGte, geSAGt, SAGend. Der Wortstamm ist immer enthalten.

Hebräisch funktioniert nun anders. Für uns sind Sagen, Siegen, Sägen und Segen verschiedene Worte. Für den Hebräer nicht. Wir hören bei Sagen sofort das SAG heraus. Der Hebräer stattdessen - hört das SGN. Ob Sagen, Siegen, Sägen oder Segen - der Hebräer schriebe alles so: זגן (SGN) - und er würde dahinter auch immer die gleiche Bedeutung vermuten.

Warum wurde der Name Gottes eigentlich vergessen?

Werfen wir einen Blick in die 10 Gebote:

2. Mose 20,7:
Du sollst den Namen des יהוה (JHWH) nicht missbrauchen. Wer den Namen des יהוה missbraucht, wird von ihm bestraft.

Die Juden kamen dem dadurch entgegen, dass sie den Gottesnamen einfach nicht mehr verwendeten. Wenn ich den Namen Gottes nicht mehr ausspreche, kann ich ihn auch nicht missbrauchen. So war deren Gedankengang. Statt des Namens sagten die Juden nun אדני (Adonaj = Herr) oder אלהים (Elohim = Gott). Unser Bibelzitat lautet dann so:

2. Mose 20,7:
Du sollst den Namen des HERRN nicht missbrauchen. Wer den Namen des HERRN missbraucht, wird von ihm bestraft.

Diese Ansicht kann man nun belächeln, sich empören oder wundern. Versuchen wir mal, die Juden zu verstehen. Setzen wir uns kurz mit dem alttestamentlichen Glauben auseinander:

Der unnahbare Gott יהוה (JHWH)

Stellen Sie sich vor, Gott lebt in einer Kiste. Das war damals so: die Bundeslade war der Ort, an dem Gott persönlich anwesend war. 40 Jahre lang trug das Volk Israel das Ding durch die Wüste. Später stand sie im Tempel. Die Bundeslade war das Allerheiligste. Nur ganz bestimmte Leute durften sich ihr nähern.

Nun machen wir beide doch mal eine Zeitreise - so etwa 3300 Jahre zurück. Einige ausgesuchte Männer tragen die Bundeslade. Sie laufen nebenher. Plötzlich stolpert einer. Hilfe! Die Bundeslade von droht hinzufallen.

Was tun Sie?

Keine Zeit zu überlegen.

Was tun Sie - im Affekt?

Springen Sie zur Hilfe und stützen Sie die Lade?

 

Was tun Sie? Entscheiden Sie schnell!

 

Genau das ist im Alten Testament tatsächlich passiert - nachzulesen im 2. Samuel 6. Der Gott der Bibel hätte Sie in dem Moment umgebracht, in dem Sie die Bundeslade berührt hätten. Ja, genau, es handelt sich um den lieben Gott, zu dem Sie jeden Abend als Kind ihr Nachgebet gesprochen haben.

Das war der Glaube des Alten Testaments. In dieser Welt und mit diesem Gott lebte Israel. Damals gab es wenig Auslegungsspielraum. Wenn man sich fragt, warum ein Volk Gottes den Namen seines Gottes vergessen kann, dann muss man sich unbedingt deren Kultur und deren Glauben ansehen. Dieser alttestamentliche Gott zeigte sich ausgesprochen wenig kompromissbereit bei der Auslegung seiner Gesetze. Darum habe ich ein gewisses Verständnis dafür, dass der Glaube Israels immer akribischer ausgelegt wurde.

Wenn man sich die Sache mit der Bundeslade ansieht, versteht man möglicherweise etwas besser, warum ein Volk Gottes sagt: Unser Gott hat gesagt, wir sollen seinen Namen nicht missbrauchen. Wir wissen nicht genau wo die Grenzen sind. Also - bevor wir etwas falsches tun, verwenden wir ihn besser nicht.

Und so ging die richtige Aussprache verloren. Niemand kann heute mehr mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, wie der Name wirklich ausgesprochen wurde.

Exkurs: Die verfälschte Bibel mit zuviel oder zuwenig יהוה (JHWH)

Wenn Sie nun in Ihre Bibel schauen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder finden Sie dort zuviele oder zuwenige Gottesnamen.

Die einen verbannen einen Gottesnamen über 6000 Mal aus dem kompletten Alten Testament. Grund ist eine übersensible Auslegung der Juden, die den Namen vergaßen, weil sie glaubten, ihn dadurch nicht missbrauchen zu können. Dabei wissen wir doch, dass man den Namen Gottes auch missbrauchen kann, ohne ihn zu gebrauchen. Es kommt doch nicht auf die Nennung eines Namens an, sondern auf die Intension. Genau solche spitzfindigen Auslegungen hat Jesus doch bei den Pharisäern angeprangert.

Gut - im Neuen Testament findet sich kein Gottesname. Aber das ist doch kein Grund, ihn auch im Alten Testament wegzulassen.

Die anderen - die Zeugen Jehovas - fügen Jehova gleich 237 Mal im Neuen Testament ihrer Neuen-Welt-Übersetzung ein, wo er nicht hingehört. Die alten Manuskripte des Neuen Testaments - die die Vorlage für die Übersetzung bilden - enthalten aber gar keinen Gottesnamen. Dort steht Κυριος (Kyrios = Herr) oder Θεος (Theos = Gott).

Sicher - das geht zurück auf die damalige jüdische Kultur - die hatten den Namen wahrscheinlich schon zur Zeit Jesu vergessen. Auch Jesus verwendete den Gottesnamen nicht. Er nannte Gott Αββα = אבה = Abba = Papa. Die anderen Autoren des Neuen Testaments sprachen etwas ehrfürchtiger vom Πατρος (Patros) = אב (Av) = Vater. Das wars. Keiner nannte den Namen Jehova im Neuen Testament und es ist völlig abwegig, nun einen Jehova-Kult hineinzudichten.

Meine persönliche Ansicht: Beide finden wortreiche Erklärungen für ihre Vorgehensweise. Beide Erklärungen sind für mich sehr fragwürdig.

JHWH, JHVH, YHWH oder YHVH - Was ist richtig?

Alles! Wie bitte?

Ja, JHWH, JHVH, YHWH, YHVH sind alles gültige Versionen des Gottesnamens יהוה (JHWH).

Es handelt sich einfach nur um unterschiedliche Übertragungen der hebräischen Buchstaben in unsere Schrift. Näheres dazu folgt in der nächsten Hebräisch-Lektion:

Hebräisch-Lektion 3: Das Alefbeth, Teil 1

Es klingt so einfach, jedem hebräischen Buchstaben einen deutschen gegenüberzustellen. In unserer internationalen Welt, werden aber unsere lateinischen Buchstaben je nach Land unterschiedlich ausgesprochen. Das führt dazu, dass jeder Übersetzer die Buchstaben tendenziell so in die lateinische Schrift überträgt, wie es dem Laut seiner Sprache entspricht. Aber schauen wir uns das in der Praxis an:

י = Jod
Entspricht im Deutschen unserem J. Englisch spricht man das J aber als "Dsch" aus (Jake, Jack). Das Y klingt im Englischen wie unser J (Yankee, You).
ו = Waw
Im Deutschen ein W. Englisch oft als V übertragen.
צץ = Zade
Im Gegensatz zum deutschen Z spricht man englisch ein Z wie ein stimmhaftes S aus (Gaze, Maze, Blaze). Aus diesem Grund gibt es hier gelegentlich Verwirrungen bei der Übertragung in unsere Schrift und ihm wird ein Z oder ein S gegenübergestellt, je nachdem, ob der Übersetzer eher deutsch oder englisch geprägt ist.
ז = Sajin
Im Deutschen ein stimmhaftes S (Hase, Gase). Es entspricht der englischen Aussprache des Z (Gaze, siehe oben). Darum haben wir die gleiche Verwechslung wie beim Zade nur umgekehrt..

Nun verstehen wir, warum ein Deutscher eher JHWH schreiben würde, während der Engländer YHVH für logischer hält.

Jehova - jeder darf mal unlogisch sein :-)

Jehova ist nun ein besonders interessantes Wort. Wir Deutschen hätten wohl "Jehowa" geschrieben. Ein Engländer schriebe "Yehova".

Warum auch immer, Jehova hat sich eingebürgert und wird international am meisten verwendet. Andere Schreibweisen sind nicht falscher oder richtiger. Eben nur anders. Spätestens mit den weltweit agierenden Zeugen Jehovas haben wir uns an die internationale Version "gewöhnt".

יהוה (JHWH) kommt vom Wort sein: היה (hajah) oder הוה (hawah)

יהוה (JHWH) kommt wahrscheinlich von einem hebräischen Verb namens הוה (hawah = sein, werden) oder היה (hajah = veranlassen, geschehen).

Wir erinnern uns an den Satz, mit dem sich Gott vorstellte: 2. Mose 3,14: אהיה אשר אהיה (Ehjeh ascher ehjeh = Ich bin, der ich bin)

Andere Übersetzungen schreiben: Ich werde sein, der ich sein werde. Auch die Übersetzung: Ich werde [für euch] da sein... wäre möglich.

Und so mag יהוה (JHWH) so etwas bedeuten, wie "der Seiende" oder der "Daseinsbringende" (=Schöpfer?).

Jahwe oder Jehova? - der Wettbewerb

Sammeln wir doch mal harte Fakten für oder gegen die beiden Versionen des Gottesnamens.

Hajah / Hawah - Klingt das nicht schon sehr nach Jahwe?

Natürlich klingt das sehr nach Jahwe. Die Aussprache Jahwe ist ja auch eine ernstzunehmende Theorie! Also 1:0 für Jahwe.

Biblische Namen mit Jeho - Spricht das nicht sehr für Jehova?

Ein Zeuge Jehova schickte mir einen Link zu einem Video. Dort werden die folgenden biblischen Namen aufgeführt: Jeho'ash, Jeho'hanan, Jehoi'achin, Jehoi'akim, Jehoi'arib, Jehon'adab, Jeho'ram, Jehoshaphat, Jehoshua (= Jesus), Jehozabad, Jehozadak.

Das sind schon ziemlich viele Namen und das Jeho- ist unstreitig eine Kurform des Gottesnamens. Damit steht es 1:1.

Auch die hebräische Form von Jesus ist dabei, denn den haben seine Jünger wohl nicht Jesus, sondern ישוע (Jeschu'a) oder יהשוע (Jehoschu'a) genannt. Dafür gibts einen Sonderpunkt und es steht 1:2 für Jehova.

הללויה (Halelujah = Gelobt sei JHWH) - Wieder ein Punkt für Jahwe?

Was ist mit הללויה (Halelujah = Gelobt sei JHWH). Das ist wohl eins der häufigsten Worte des Alten Testaments und endet auf -jah. Steht es nun 2:2?

Oder ist Halleluja so wichtig, dass es auch hier einen Sonderpunkt geben müsste? Die Propheten haben schließlich nur immer eine kurze Zeit gelebt. הללויה (Halelujah) sang man über einen langen, langen Zeitraum hinweg - quasi über das komplette Alte Testament.

Ja, dafür geben wir einen Sonderpunkt. Also 3:2 für Jahwe.

Andere biblische Namen, die bei uns mit -jah enden?

  • ישעיהו (Jesch'ajahu = Jesaja = JHWH rettet)
  • אליה (Elijahu = Elia = Mein Gott ist JHWH)
  • ירמ'יהו (Jirm'jahu = Jeremia = JHWH erhöht)

Ok. Im Hebräischen enden diese Worte alle mit -jahu. Dieser Punkt geht also eigentlich weder an Jehova noch an Jahwe. Aber wir haben hier ganz klar zwei Silben. Das spricht wieder für Jehova. Selbst Jahuwa klingt eher nach Jehova als nach Jahwe. Also steht es nun 3:3 und damit unentschieden.

Was würde Martin Luther tun?

Schnallen Sie sich an. Sie lesen jetzt den Sieben-Punkte-Plan zur Judenverfolgung - nicht von Hitler, sondern von Luther. Ich war zutiefst schockiert, als ich das hier fand und distanziere mich selbstverständlich davon:

  1. Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken
  2. Die Häuser der Juden zerstören und sie in einem Stall zusammentreiben
  3. Die Juden aller religiösen Literatur berauben, bis aufs letzte Blatt
  4. Den Juden bei Todesstrafe verbieten, öffentlich zu Gott zu beten
  5. Die Juden unter Hausarrest stellen
  6. Den Juden alles Geld, alles Silber und allen Schmuck nehmen (in Gewahrsam)
  7. Die jungen, starken Juden schwer arbeiten lassen

Die Wiedertäufer wollte er meines Wissens nach auch umbringen. Luther hat damit klargestellt, dass er auf niemandes Seite ist. Nicht auf der Seite der Juden, die den Gottesnamen יהוה (JHWH) durch אלהם (Elohim = Gott) oder אדני (Adonaj = Herr) ersetzt haben. Und auch nicht auf der Seite der "Wiedertäufer", die ich mal mit den heutigen evangelikalen Christen oder den Zeugen Jehovas gleichsetzen möchte.

Man kann von Martin Luther denken, wie man will. Aber es ist schon verwegen, wenn man in einer Zeit, in der man für Ketzerei auf den Scheiterhaufen geworfen wird, einer katholischen Kirche 95 Thesen an die Tür nagelt. Dafür hat er meinen Respekt. Für seinen Rassismus - und es ist mir dabei gleich, ob er gegen Juden oder andere hetzt - hat er meine Verachtung.

Wie ist nun dieser Martin Luther bei seiner Übersetzung vorgegangen? Was hat er mit dem Gottesnamen gemacht? Bringt er uns weiter?

So langweilig es klingen mag: er hat im Alten Testament genauso JHWH durch Herr/Gott ersetzt, wie es die Juden taten, die er so ganz offensichtlich wenig mochte.

Und wem vergeben wir nun Punkte? Wir vergeben keine. Aus Luthers Vorgehensweise schließe ich, dass er gesagt hätte, es käme nicht auf den Namen an und diese komplette Diskussion hier sei sinnlos. Darum ziehe ich hier sowohl der Jehova- als auch der Jahwe-Fraktion einen Punkt ab. Es steht also wieder 2:2.

Die Elberfelder Übersetzung

Die Elberfelder wird gern als die genaueste Übersetzung bezeichnet, weil sie so nah am Grundtext bleibt, dass man ihr eigentlich kaum folgen kann. Ich fand sie schon immer furchtbar. Aber ich habe sie trotzdem bei Bibelarbeiten immer zu Rate gezogen.

Die Jehovas werden nun frohlocken, dass die unrevidierte Elberfelder tatsächlich im Alten Testament den Namen Jehova verwendete. Das Wort "unrevidiert" lässt allerdings auf eine alte Fassung schließen. Seit der Revision, steht dort nicht mehr Jehova.

Ohne hier solche Fälle im Einzelnen diskutieren zu wollen, gehe ich davon aus, dass die Revisoren ihre Gründe hatten und dass diese Gründe nicht darin lagen, die Zeugen Jehovas zu ärgern. Also ziehe ich beiden Seiten wieder einen Punkt ab: Es steht 1:1.

Die Neue-Welt-Übersetzung der Zeugen Jehovas

Wenn ich hier Bibelübersetzungen bespreche, muss ich auch die Bibel der Zeugen Jehovas heranziehen. Das ist nur fair.

Dort war man so motiviert, dass man das Wort Jehova an 237 Stellen im Neuen Testament eingefügt hat. Es steht aber gar nicht im griechischen Grundtext. Nach einigen Worten im Anhang der Neuen Welt Übersetzung sei man hier sehr behutsam vorgegangen. Prüfen wir das wohlwollend:

In Römer 10,9 steht, dass man ...mit dem Mund bekennen soll, dass Jesus der Herr ist.
Vier Verse weiter - Römer 10,13 - steht Wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet.

Nicht so in der Neuen Welt. Dort wird gerettet, ...wer den Namen Jehovas anruft

In beiden Versen steht das gleiche griechische Wort Κυριος (Kyrios = Herr) im Grundtext.

In meinen Augen darf man im Bezug auf Bibelauslegungen unterschiedlicher Meinung sein. Aber ich werde ungern belogen. Mit dieser Übersetzung hat die Wachtturm-Gesellschaft mein Vertrauen verloren. In meinen Augen wurde hier keineswegs behutsam vorgegangen, sondern die Übersetzung aufgrund theologischer Prämissen manipuliert.

So etwas kann und will ich nicht akzeptieren. Darum disqualifiziere ich die Neue Welt und es bleibt bei einem Unentschieden zwischen Jahwe und Jehova.
 

An alle Zeugen Jehovas, die an dieser Stelle gern diskutieren möchten:

Die Ersetzung des alttestamentlichen Gottesnamens in den gängigen Bibelübersetzungen finde ich nicht gut. Sie hat aber eine lange Tradition, die bis in den jüdischen Glauben und in das frühe Christentum zurückreicht. Wir haben gerade gelesen, dass sogar Luther dieser Ansicht gefolgt ist, dessen Judenhass man fast mit Hitler vergleichen kann.

Möglicherweise hat Jesus den Gottesnamen genauso vermieden, wie die anderen Menschen jüdischen Glaubens. Wir wissen es nicht. Darum verurteilt auch niemand den anderen, wegen einer abweichenden Ansicht. Die Sache ist schlicht nicht klar.

Die Ersetzungen der Wachtturm-Gesellschaft dagegen, haben keinerlei Tradition und gehen auf die eigene Theologie und Mutmaßungen zurück. Es handelt sich um eine echte Außenseitermeinung, die sehr umstritten ist und von einer religiösen Gruppierung kommt, die oft genug ihre Fehlbarkeit unter Beweis gestellt hat. Trotzdem sondert sie sich mit dieser Theologie von anderen christlichen Kirchen ab und verurteilt sie.

Wer sich benimmt, als ob er die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und dann eine Übersetzung abliefert, wie das obige Beispiel aus Römer 10, wird von mir nicht Ernst genommen. Sorry, liebe Zeugen. Es bleibt beim 1:1.

Einheitsübersetzung

In der den Katholiken nahestehenden Einheitsübersetzung setzte man bisher an den meisten der JHWH-Stellen den mutmaßlichen Gottesnamen Jahwe ein. Nach der neusten Überarbeitung wird dies nun geändert und stattdessen aus Respekt dem Judentum gegenüber HERR geschrieben.

Sollte man das tatsächlich "nur" aus Respekt tun, wäre ich versucht, hier wieder einen Punkt für Jahwe zu vergeben. Da ich der katholischen Kirche nach ihrer Vorgehensweise bei den ganzen Fällen von Kindesmissbrauch nicht mehr traue und nicht weiß, ob es sich hierbei evtl. nur um eine "Sprachregelung" handelt, vergebe ich keinen Punkt. Denke, dass ist fair und versöhnt die mitlesenden Zeugen Jehovas, die wegen dem letzten Punkt noch verstimmt sind. Also immer noch 1:1.

Weitere Übersetzungen?

Das bringt uns doch nicht weiter. Ich persönlich verwendete noch gern die Gute Nachricht. Und eine Züricher habe ich auch noch im Schrank. Die neue Genfer habe ich als E-Book. Wollen wir uns das wirklich geben, oder uns eingestehen, dass wir so nicht weiterkommen, einfach noch einen Punkt abziehen und dann mit 0:0 aufgeben?

Jehova oder Jahwe - wir geben nicht auf!

Wir könnten nun hingehen und Worte zählen. Soundsoviele beginnen mit Jeho-. Und soundsoviele enden mit -jah. The Winner is...

Was auch immer dabei herauskäme. In dieser Lösung sollten Sie sich sich noch nicht allzu sehr sonnen. Jedenfalls nicht, solange Sie nicht die Frage beantworten können, was die folgenden Worte gemeinsam haben:

  1. Qatal
  2. Jiqtol
  3. Hoqtal

Wenn ich Sie nun aufklären würde, dass Sie gerade dreimal das gleiche Wort gelesen haben. So etwa wie sagen, sagte, gesagt, Sagender. Würde Sie das motivieren, die Hebräisch-Lektion 4 durchzuarbeiten? Sollten Sie danach noch eine eigene Meinung haben, dürfen Sie aufhören zu lesen.

Hebräisch-Lektion 4: Hebräische Konjugation

(Eine Konjugation ist sowas wie: ich gehe, du gehst, er/sie/es geht, wir gehen, ihr geht, sie gehen.)
כשר (Koscher = rein seiend) - Wir lassen es langsam angehen...

Schauen wir uns doch mal ein paar hebräische Worte an, um zu verstehen, wie ein Hebräer denkt. Fangen wir mal mit einem Wort an, das schon in den deutschen Sprachschatz übergegangen ist:

Das Wort כשר (Koscher, gesprochen Kooscher) kennen Sie sicher: "Das ist mir nicht ganz Koscher." Koscher bedeutet soviel wie "rein sein". Wenn Sie sich das Gesetz im 3. Mose ansehen, werden Sie mit diesem Ausdruck relativ häufig konfrontiert. Und Koscher ist nichts anderes, als das Partizip von כשר (Kaschar = er ist rein).

  • כשר (Kaschar = er ist rein)
  • כשר (Koscher = das rein seiende)
Sie sehen, man schreibt es gleich. Sind Sie nun bereit für eine wirkliche Bewusstseinserweiterung?
Die Konjugation von קטל (qatal = er tötete)

Was auch immer die Autoren meines Hebräisch-Buches geritten hat - das erste Wort, mit dem wir konjugieren lernten, war das Wort קטל (qatal = töten, er hat getötet). Die Normalform qatal ist die dritte Person Singular = er hat getötet.

Sie lernen hier jetzt ein echtes hebräisches Wort. Für mich ist es ein Wunder, dass jemand eine solche Sprache wirklich sprechen kann. Aber Hebräer denken so. Überlegen Sie mal, wie unterschiedlich diese Worte nun klingen:

  • קטל (qatal = er tötete)
  • יקטל (jiqtol = er wird töten)
  • קטל (qotel = der Tötende, gleiche Form wie Koscher)
  • קטל (qatul = der Götetete)
  • הטקטל (hitqatel = er tötet sich selbst = Handlung an sich selbst)
  • קטל (qitel = er mordete = Intensivierung)
  • קטל (qutal = er wurde ermordet = Intensivierung)
  • הקטל (hiqtil = er stiftet jemanden zum Töten an)
  • הקטל (hoqtal = er wurde zum Töten angestiftet)
  • קטל (qtol = Töte! = Imperativ)

Qatal - Jiqtol - Hoqtal - Qatul - alles das gleiche Wort. So wie Sagen, Gesagt, Sagender. Wären Sie in der Lage, das QTL aus diesen Worten herauszuhören? Würden wir ein anderes Verb nehmen - bspw. פעל (pa'al = machen, tun) - hätten wir die gleichen Formen Pa'al - Jip'ol - Hop'al - Pa'ul.

Was ist mit griechischen Schriften?

Ok. Hebräisch hat keine Vokale. Aber Griechisch müsste doch eigentlich unsere Rettung sein. Da gab es doch die griechische Übersetzung des Alten Testaments - die Septuaginta - und auch die Schriftrollen von Qumran. Irgendjemand muss diesen Namen doch mal geschrieben haben.

Wirklich traurig, aber die griechischen Schriften bis zum 3. nachchristlichen Jahrhundert sahen etwa so aus:

βλα βλαβλα βλα βλα βλα יהוה βλα βλα βλαβλα βλα

Man hat also zwischen griechisches Blabla das Tetragramm in hebräischen Buchstaben geschrieben. So kam es sogar zu dem Missverständnis, dass der Gottesname Pipi lauten könnte, weil ein hebräisches יהוה dem griechischen Πιπι (Pipi) ähnelt.

Teilweise wird יהוה auch mit κυριος (kyrios = Herr) oder Θεος (Theos = Gott) übertragen.

Naja. Aber einen kleinen Lichtblick gibts noch.

Griechisch-Lektion: Das Alphabet

Das griechische Alphabet ist unserem sehr ähnlich, mit einigen wenigen Besonderheiten:

  • Es gibt kein J. Jesus schreiben die Griechen darum mit I: Ιησους (Iēsous)
  • Es gibt keinen griechischen Buchstaben für ein H. Der Grieche kennt einen solchen Laut eigentlich nur am Anfang eines Wortes. Für ihn ist es eine Art Akzent.
  • Das griechische Alphabet enthält kein W.

Folgende Schreibweisen des Gottesnamens kommen in verschiedenen Schriften vor:

  • Ιαω (Iaō) - Ausgesprochen als Jao oder Jaho
  • Ιαβε (Iabe) - Das B tritt als ähnlich klingender Laut an die Stelle des W
  • Ιαβου (Iabou)

Und? Ist das nun ein Beweis für Jahwe? In meinen Augen nicht - wir stochern doch nur im Dunklen. Es bleibt beim 0:0.

Romanus Teller

Wer ist Romanus Teller? Ein Theologe des 18. Jahrhunderts. Der schrieb um 1750 herum, kurz bevor er ratlos starb:

  • Sanchuniathon schreibet Jevo
  • Diodorus aus Sicilien, Macrobius, Clemens Alexandrinus, der heilige Hieronymus und Origenes, Jao
  • die Samaritaner, Epiphanius, Theodoretus, Jahe oder Jave
  • Ludwig Cappel lieset Javoh
  • Drusius, Jahve
  • Hottinger, Jehva
  • Mercerus, Jehovah
  • Castellio, Jovah
  • le Clerc, Jawoh, oder Javoh.

0:0 - Geben wir doch auf?

Ich denke, hier ist ein guter Punkt, um aufzugeben. Ein paar andere Theologen verweisen noch darauf, dass Jahwe wahrscheinlich falsch ist und mit Blick auf einige biblische Jeho-/Jahu-Namen möglicherweise Jahoo oder Jahou richtig wäre.

Wir tappen im Dunklen. Dunkler gehts gar nicht mehr. Also hören wir hier mit 0:0 auf und versuchen einen anderen Ansatz.

Wenn wir schon nicht beweisen können, welcher Name richtig ist. Vielleicht können wir wenigstens noch einen Namen ausschließen, der falsch ist. Fangen wir gleich an. Das wird ein Spaß...

Warum Jehova wahrscheinlich falsch ist

Nachdem unser Wettbewerb zwischen Jahwe und Jehova zu keinem Ergebnis führte, versuchen wir es mit einer anderen Herangehensweise. Schauen wir mal, was denn gegen eine bestimmte Version spricht. Wenn eine Aussprache falsch ist, spräche das ja evtl. für die andere.

Hebräisch drohte in Vergessenheit zu geraten

Wie wir schon gelernt haben, wollten sich die Juden davor schützen, den Gottesnamen versehentlich auszusprechen. Weil man damals laut aus den heiligen Schriften vorlas, konnte das leicht passieren. Zu Zeiten des Alten Testaments musste der Vorleser einfach "aufpassen". Sobald der Vorleser auf ein יהוה (JHWH) stieß, las er stattdessen אדני (Adonaj = Herr) oder אלהים (Elohim = Gott).

Aber Moment mal. Zweimal der gleiche Anfangsbuchstabe bei Adonaj und Elohim. Und das eine Wort beginnt mit A und das andere mit E?

Hebräisch-Lektion 5: Das Alefbeth, Teil 2: Alef א und Ajin ע

Auch wenn das hebräische Alefbeth erst mal ähnlich klingt אבגדהוץ (bgdhwz) = 'bcgdhwz unsere Probleme fangen schon beim ersten Buchstaben an, dem Alef א. Und wir nehmen auch gleich das Ajin ע hinzu, weil es genauso funktioniert.

Das Alef א- ursprünglich ein Kuhkopf (Kuh = hebr. Elef) - wurde übrigens Vorlage für das griechische Alpha und kam so als A auch in unser Alfabet.

Was machen Alef א oder Ajin ע?

Haben Sie auch schon mal beeenden statt beenden gelesen. Warum schreiben wir im Deutschen nicht einfach be'enden? Genau dies macht א und ע. Der Hebräer würde beאenden schreiben.

Alef und Ajin haben also keinen Laut.

Außerdem kann ein hebräisches Wort nicht mit einem Vokal beginnen. Ein Wort wie Elohim muss also immer durch ein Alef oder ein Ajin eingeleitet werden: אלהים (Elohim).

Hebräisch drohte auszusterben

Im Frühmittelalter drohte die hebräische Sprache auszusterben. Nur eine handvoll jüdische Gelehrte kannten noch die korrekte hebräische Aussprache. Es musste etwas geschehen. Und es kam - die Interpunktion:

Hebräisch-Lektion 6: Die Interpunktion, Teil 1

Hebräisch hat keine Vokale. Das Thema hatten wir schon. Nun wollte man die Schrift so lassen, wie sie war. Aber man musste trotzdem irgendwie Vokale hinzufügen, um die korrekte Aussprache der Nachwelt zu erhalten.

Darum fügte man winzige Punkte und Striche der hebräischen Schrift hinzu - hauptsächlich über oder unter den normalen hebräischen Buchstaben. Durch diese Punkte und Striche - die Interpunktion - wurden nun Vokale dargestellt.

Wir kennen ja bereits die beiden Worte אדני (Adonaj) und אלהים (Elohim). Mit Interpunktion sehen sie so aus:

  • אֱלֹהִים (Elohim = Gott)
  • אֲדֹנָי (Adonaj = Herr)

Die Interpunktion von JHWH, Elohim und Adonaj

Die Interpunktion brachte nun neue Möglichkeiten. Die Leute im Mittelalter waren ja kreativ.

So nahm man die Vokalzeichen von אֲדֹנָי (Adonaj = Herr) und אֱלֹהִים (Elohim = Gott) und fügte sie dem Gottesnamen יהוה (JHWH) hinzu. Damit verband man vorrangig das Ziel, den Gottesnamen nun nicht mehr aussprechen zu können.

Man hat יהוה hauptsächlich mit den Vokalen von Adonaj versehen: JaHoWaH. Wie bitte? Sie dachten, man sagt Jehova? Um das wieder zu verstehen, schauen wir uns das mal groß an:

אֲדֹנָי אֱלֹהִים יְהֹוָה

Da man Hebräisch von rechts nach links liest, steht hier also Adonaj Elohim J'howa = Herr Gott Jehova.

Hebräisch-Lektion 7: Die Interpunktion, Teil 2

Adonaj und Elohim beginnen mit einem Alef א, das selbst keinen Laut hat. Steht darunter ein kleiner Strich, spricht man ein kurzes A. Stehen darunter drei kleine Punkte im Dreieck, spricht man ein E oder Ä.

Aber Moment, da sind jeweils noch zwei Punkte... Richtig! Diese beiden Punkte bedeuten, dass die Vokale sehr kurz - kaum hörbar - ausgesprochen werden. In unserer Schrift evtl. Elllohim und Adddonaj. Diese Laute A+E werden aber nur deshalb eingesetzt, weil es sich um den ersten Buchstaben handelt und ein Wort ja nun mit irgendeinem Laut beginnen muss.

Sobald man nun aber JHWH mit einem solchen Ultrakurzlaut vokalisiert, fällt dessen A oder E weg, denn das Wort beginnt ja schon mit J. So wurde das kaum hörbare Anfangs-A aus JaHoWaH zu einem nichtklingenden Vokal. Sie sehen, nur die beiden Punkte wurden nach יְהֹוָה (J'howah) übernommen.

Also J'HoWaH. Da wir in unserem Alfabet keinen nichtklingenden Vokal haben, wurde daraus JeHoWaH, weil es dem Klang von J'HoWaH am nächsten kommt.

Elohim und Adonaj

Warum volkalisierte man JHWH mit Adoaj? Damit man statt des Gottesnamens Adonaj (=Herr) las. Was aber nun, wenn von dem Herrn JHWH die Rede war? Dann würde man streng genommen Adonaj Adonaj (=Herr Herr) lesen. Abhilfe schafft ein Trick. Wenn JHWH hinter dem Wort Adonaj steht, wird dieses JHWH mit den Vokalen von Elohim versehen. Dann steht dort Adonaj JeHoWiH. Auch diese Version findet sich in alten Schriften. Und in diesem Fall las man dann Adonaj Elohim, was so viel bedeutete, wie Herr Gott

Hebräisch-Lektion 9: Konsonanten als Vokale

שלום (Schalom)

שלום (Schalom) ist ein schönes Wort. So wie ich es hier schreibe, steht es auf den meisten Kettchen zum Umhängen. Wem fällt etwas auf?

Vier Buchstaben. Wer genau nachrechnet, wird feststellen, eigentlich bräuchten wir doch nur drei: SCH-L-M. Welcher Bösewicht hat sich hier also eingeschlichen? Der Bösewicht heißt Waw und ist der schmalste dieser vier Buchstaben. Aber was wollen wir mit einem W in Schalom?

Manchmal ist das Leben eben ohne Vokale doch nicht so einfach :-) Darum können einige hebräische Buchstaben auch für Vokale stehen. Das Waw kann entweder ein W oder ein O oder ein U sein. Unser Waw steht in diesem Fall für ein O. So liest der Hebräer hier also SCH-L-O-M und weiß dann, dann dies Schalom heißt.

Diese Version, Vokale in die Schrift einzubauen, ist älter als die Interpunktion und wurde schon zu alttestamentlicher Zeit verwendet.

Fügt man die Interpunktion hinzu, sieht Schalom so aus:

שָלוֹם (Schalom)

Mit der Interpunktion kann man genau festlegen, ob hier ein W, ein O oder ein U gelesen werden soll. Steht ein kleiner Punkt direkt über dem Waw, dann ist das Waw ein O.

Folgende Konsonanten können für Vokale stehen:
  • י kann ein J, E oder I sein
  • ו kann ein W, O oder U sein
  • ה kann ein H oder A sein
  • א ebenfalls

Von Viagra zu Jehova, J3hova, Jeh0v4, J3h0v4

Ich bekomme regelmäßig Viagra-Spam. Sie möglicherweise auch. Die Werbemüll-Versender möchten ihre Mails nun gern an meinem Spamfilter vorbeischleusen. Der Spamfilter weiß genau: Mails mit dem Inhalt "Viagra" kann man löschen.

Was tun also die Spammer? Sie "tarnen" das Wort Viagra. Sie schreiben nicht Viagra, sondern V1agra oder Vi4gra oder \/iagra oder V14Gr4 oder Via6ra oder V|Agra oder wie auch immer.

Die Hebräer haben etwas ganz ähnliches gemacht, wie diese Spammer. Sie machten das Wort unleserlich.

Stellen Sie sich vor, Sie lebten in der damaligen Kultur und wollten auf keinen Fall den Namen Gottes aussprechen. Selbst wenn Sie müde wären, würden Sie bei dem Wort J3h0v4 ins Grübeln kommen. Genau dies machen die Hebräer, nur eben auf ihre Weise.

Der unlesbare Gottesname יהוה (JHWH)

Einer dieser beiden Namen ist nicht lesbar. Finden Sie den Unterschied?

יְהוָֹה   יְהֹוָה

Hebräisch-Lektion 10: Schreibregeln

Eine hebräische Schreibregel verbietet zwei Vokale hintereinander. So etwas wie au, eu, ei kennt der Hebräer nicht. Auch bekannte alttestamentliche Namen schreibt der Hebräer mit Zwischenkonsonant. Erinnern Sie sich an Alef א und Ajin ע aus Lektion 5?

  • BEעENDEN (be'enden - klingelt es? :-)
  • שאול (Scha'ul = Saul)
  • בעל (Ba'al = Baal)
  • באר־שבע (Be'er-Scheva = Beerscheba)
  • נעמי (No'omi = Noomi, Naomi usw)

Hausaufgabe! Warum ist der Name Gottes unlesbar?

Wissen Sie es?

יְהֹוָה = J'howa

יְהוָֹה = J'hoa

Steht der Punkt zwischen He und Waw הֹוָ, fügen wir dazwischen ein O ein und lesen J'HoWa.

Steht der Punkt jedoch direkt über dem Waw הוָֹ, wird das Waw zum O. Das kleine T darunter ist langes A: "OA". Wir müssten also J'HOA lesen. Und genau dies geht im Hebräischen nicht, weil zwei Vokale aneinander stehen würden.

יְהוָֹה ist J3h0v4 auf hebräisch!

An dieser Stelle würde zumindest der gelehrige Hebräisch-Schüler stocken. Und genau das sollte beim Vorlesen geschehen. Man sollte stocken und den Namen Gottes nicht aussprechen.

Und so finden wir in den frühmittelalterlichen Texten nicht die grüne Jehowa-Variante. Nein, dort steht der Punkt über dem Waw. Der Gottesname in den frühmittelalterlichen Schriften ist absichtlich falsch geschrieben und unleserlich. Genau wie J3h0v4.

Das Wort Jehova geht also auf ein Missverständnis zurück.

Das Wort Jehova ist der Versuch, ein nicht lesbares Wort gegen alle Regeln trotzdem zu lesen. Als ob man in 1000 Jahren hingeht und sagt, J3h°v4 sei die Kennung Gottes oder bei Jehov4 darauf bestehen würde, Gott hätte Jehovvier gehießen.

Selbst die Zeugen Jehovas räumen irgendwo in ihrer Literatur ein, dass der Name Gottes evtl. doch so nicht gelautet haben könnte. Aber das spielt keine Rolle. Besser einen falschen Namen als gar keinen Namen. Das mag ich so an den Zeugen. Sie sind so - flexibel.

Raymundus Martinus - der Vater von Jehova

Das 13. Jahrhundert. Die evangelische Kirche gab es noch nicht. Stattdessen hatte die katholische Kirche gerade die Inquisition erfunden und ein Dominikanermönch namens Raymundus Martinus gefiehl sich in der Rolle als Zensor von jüdischer Literatur. Die Juden zur damaligen Zeit sprachen den Gottesnamen schon lange nicht mehr aus und Raymundus sprach wahrscheinlich auch nicht mit den Juden.

Unser Freund Raymundes war es wohl, der den unlesbaren Namen יְהוָֹה lesbar gemacht hat. Er erfand wohl das Wort "Iehovah" in einer seiner Übersetzungen. Und wenn einer mal den Anfang gemacht hat, folgen andere gern. So feierte das Wort Iehovah Einzug in die Welt der damaligen Theologen und hielt sich bis heute nahezu unverändert. Bravo, Raymundus!

Ist der Name Jehova also eine Ente?

Ja!

Das heißt, der Name lautet eigentlich Jahwe?

Nein!

Haben Sie irgendein ernstzunehmendes Argument für den Namen Jahwe gelesen? Lesen Sie nochmal meine Seite. Suchen Sie mal im Internet danach. Das Wort Jahwe ist in meinen Augen genausowenig bezeugt, wie das Wort Jehova.

Keiner weiß, wie dieser Name Gottes wirklich gelautet hat. Wer meine Seite liest, wird nun wirklich nicht den Eindruck haben, dass ich den Zeugen Jehovas auch nur der geringsten Weise nahestehe. Im Gegenteil. Ich kriege schon Plaque, wenn ich nur Jehova höre.

Trotzdem, liebe Jahwe-Befürworter. Zum Jehova-Name mag ich hier eine nette Geschichte erzählt haben. Alle Fakten, die ich hier aufführe, habe ich so sorgfältig, wie ich konnte zusammengetragen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Jehova wirklich die ursprüngliche Form des Gottesnamens ist. Alles sieht nach diesem J3h0v4-Missverständnis aus.

Ich persönlich stehe mehr auf das Wort Jahwe. Klingt irgendwie viel "schöner" und nicht so sektiererisch. Das ändert aber nichts daran, dass die Argumente für die Aussprache "Jahwe" ebenfalls sehr windig sind. Wenn ich noch welche finde. Oder - Wink mit dem Zaunpfahl - Sie mir welche schicken, ergänze ich aber gern meine Webseite.

Bis dahin gilt...

Besser einen falschen Namen aussprechen als gar keinen?

Die Zeugen Jehovas legen nun auf diesen Gottesnamen besonders viel Wert. Sie sind der Ansicht, es sei besser, den Namen falsch auszusprechen, als gar nicht. Und - ist das richtig? Was meinen Sie?

Wir haben gerade gelernt, dass die Aussprache des Gottesnamens wirklich unklar ist. Ich bin versucht, auf die Lektion 4 zu verweisen. Aber ich habe noch eine vorbereitete Lektion, die bisher keine Verwendung gefunden hat. Nennen wir sie mal 4A. Danach schauen wir weiter.

Hebräisch-Lektion 4A: Unterschiedliche Aussprachen?

בית (Bajith = Haus)

Das hebräische Wort בית (Bajith) kennen Sie nicht? Natürlich kennen Sie es! Denken Sie nach! Denken Sie ... hebräisch!

Bajit ist nur die korrekte Aussprache, wenn dieses Wort allein steht: Ich bin im Haus. Sie kennen dieses Wort allerdings als Komposita:

Nagut. Das war nicht ganz einfach. Nach einer hebräischen Schreibregel kann ein Jod zum E werden. Das ist hier geschehen (siehe Lektion 9).

מלך (Melech)

Melech bedeutet König. Nun haben wir es mit alttestamentlichen Namen nicht ganz leicht. Sicher kennen Sie das Problem von Ruth: Na'omi, No'omi, Ne'omi, Na'emi, Na'omi. Alles der gleiche Name - je nach Übersetzung unterschiedlich.

In 1. Mose 14,19 ist in meiner Elberfelder jedenfalls die Rede von einem Melchisedek. Ich hätte מלך־צדך (Malki-Zedek) geschrieben, was soviel heißt wie: "König der Gerechtigkeit".

Ich spare mir hier auch die hebräischen Buchstaben. Was ich sagen will: König = Melech. Das gleiche Wort als Komposita spricht man dann מלך (Malki) aus und es wird genau gleich geschrieben, wie Melech.

Kann man sich bei Hebräisch eigentlich auf irgendwas verlassen?

Ja, kann man. Diese beiden Beispiele werden immer von Bajith zu Beth und von Melech zu Malki. Aber im Prinzip ahnen wir doch alle eines: die Vokale sind im Hebräischen tatsächlich unwichtiger als bei uns.

יהוה (JHWH) hat eine Bedeutung

Nehmen wir an, es gäbe einen Gott, der tatsächlich einen Namen hat. Nehmen wir weiter an, dieser Name hätte eine Bedeutung. Wir haben ja oben schon gelernt, dass יהוה (JHWH) wahrscheinlich eine Abwandlung von היה (hajah) oder הוה (hawah) ist. Beide Worte bedeuten "sein". Der Gott der Bibel ist also wohl der Seiende oder der ins Sein bringende, also der Schöpfer.

Nach dem, was wir bis jetzt über die hebräische Sprache gelernt haben: Würde ein solcher Gott sich missverstanden fühlen, weil man einen falschen Vokal einsetzen würde? Nehmen wir den worst case an:

Nehmen wir an, Gottes Name lautet יָהְוֶה (Jah'weh),

... aber die Zeugen nennen ihn יְהֹוָה (J'howah)

Nach allem, was wir nun über die hebräische Sprache wissen, was meinen Sie? Seien Sie ehrlich. Ich bin auch kein Zeuge Jehova. Sie denken das, was ich denke, oder?

Lassen Sie mich noch einen draufsetzen.

Der Name Jesu und der Name יהוה

Wir nennen ihn Jesus

  • in Finnisch heißt er Jeesus
  • in Ungarisch heißt er Jezus
  • in Italienisch heißt er Gesu
  • in Türkisch heißt er Isa
  • in Russisch heißt er Iisus

Noch mehr?

  • die griechischen Autoren des Neuen Testaments schrieben Ιησους (Iēsous) (!!!)
  • auch wenn die Griechen Ιησους schrieben, wurde er von seinen hebräischsprachigen Jüngern wohl ישע (Jeschu'a) oder יהשע (Jehoschu'a) genannt.
  • Jeschua, Joshua, Josua, Ιησους (Iēsous), Jesus, Jezus, Gesu, Isa, Iisus sind demnach das gleiche hebräische Wort.

Und um die Sache abzuschießen.

  • Wir nennen ihn Jesus.
  • Die Amerikaner schreiben ihn gleich, sprechen ihn aber Dschieses aus.

Darf ich meine Frage nun nochmal stellen: Würde ein solcher Gott sich missverstanden fühlen, weil man einen falschen Vokal einsetzen würde?

Der Name von Petrus

Noch ein Einblick in die hebräische Kultur.

Petrus ist lateinisch. Wir haben davon Peter abgeleitet. Meines Wissens nach, hat dieses Wort im Lateinischen keine Bedeutung.

Die Autoren des Neuen Testament nennen ihn Πετρος (Petros). Und Πετρος hat im Griechischen sehr wohl eine Bedeutung. Es bedeutet "Stein".

Wir kennen aus dem Neuen Testament aber noch einen anderen Namen für Petrus: Kephas und dieses Wort kommt von כיפא (Kefa = Stein).

Das heißt:

Petrus = Πετρος (Petros) = כיפא (Kefa) = Stein

Wenn Petrus also heute Abend zu Ihnen zum Essen kommen würde, wollte er von Ihnen wahrscheinlich nicht mit dem Wort Petrus, sondern mit der Bedeutung "Stein" angesprochen werden. Ist das ungewohnt?

Fazit zum Thema: Besser die falsche Aussprache als gar keine?

Darf ich nochmal fragen: Würde ein solcher Gott sich missverstanden fühlen, weil man einen falschen Vokal einsetzen würde?

Ich war selbst bibeltreuer Christ. Und ich habe selbst die Zeugen Jehovas wegen ihrer Beharrlichkeit auf diesen falsch ausgesprochenen Gottesnamen belächelt. An der Stelle mit der Aussprache - muss ich sagen - habe ich ihnen Unrecht getan.

Wir haben uns nun Folgendes angesehen:

  • die Denkweise einer Konsonantensprache,
  • die Besonderheiten bei der Umsetzung von Hebräisch in andere Sprachen,
  • Kulturelle Dinge, wie Namensbedeutungen.

Mein Fazit: In meinen Augen ist nichts so egal, wie die Aussprache dieses Gottesnamens. Wenn Sie die Zeugen Jehovas wegen der Verwendung des angeblich falschen Gottesnamens so belächelt haben, wie ich es getan habe, liegen Sie falsch. Jehova mag auf einen Schreibfehler zurückgehen. Aber das belegt noch lange nicht, dass Jahwe wirklich richtig ist. Theoretisch könnte Jahwe noch viel falscher klingen. Wir wissen es nicht. Niemand weiß es.

Wichtig: Dies betrifft nur die Aussprache des Gottesnamens. Von dem restlichen Bohai, das die Zeugen um diesen Namen veranstalten, distanziere ich mich hier ausdrücklich.

Das Fazit zur Aussprache des Namens Gottes יהוה (JHWH)

Niemand weiß, wie יהוה wirklich ausgesprochen wurde.

Übrigens bin ich von dem Ergebnis am Ende dieser Seite genauso überrascht, wie Sie. Aufgrund meines früheren bibeltreuen Hintergrundes, wollte hier eigentlich belegen, dass der Name richtig Jahwe gelautet hat.

Gott hat Himmel und Erde geschaffen, er hat Israel aus Ägypten befreit. Manche glauben, dass er auch dafür verantwortlich ist, dass es Israel heute wieder gibt. Leider hat er uns seinen Namen nicht erhalten. Ein allmächtiger Gott, der seinen Namen 6000-7000 Mal in ein heiliges Buch schreibt und ihn dann in Vergessenheit geraten lässt. Entweder hat er sehr viel Humor, oder er existiert nicht.



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