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Wissen die Gläubigen, was sie glauben?

Leserbrief vom 27.01.2010.

Der "Herr" in den Schriften im alten Testament war ein grausamer und gewalttätiger "Herr". Dieser "Herr" befahl über 70 Volksausrottungen. Heute nennt man das Genozide. In den heiligen Schriften sind über 1000 Grausamkeiten beschrieben.

Die Christen glauben an den "Herr" im alten Testament und an Jesus Christus im neuen Testament. Jesus Christus ist der Erlöser und Retter der Welt. Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst, so lauten seine Gebote. Nun die Christen beten den strafenden "Herr" und den liebenden Gott an.

Zuerst möchte ich ausgewählte Zitate anfügen, wie sich Jesus dazu äusserte:

„Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, also muss des Menschen Sohn erhöht werden, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ (Joh 3: 14+15)

„Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.“ (Joh 6:32)

„Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben das Manna gegessen in der Wüste und sind gestorben; dies íst das Brot, das vom Himmel herabkommt, auf dass, wer davon isst, nicht sterbe.“ (Joh: 48-50)

„Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun; der war ein Menschenmörder von Anfang an und ist nicht bestanden in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.“ (Joh: 8:44)

„Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe hörten nicht auf sie. Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich eingeht, wird er gerettet werden und wird ein und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es im Überfluss haben.“ (Joh: 10: 8-10)

Das sind doch klare und deutliche Worte, die Jesus da sprach. Er sagte alle, die vor ihm kamen, sind Diebe & Räuber! Im Evangelium gibt es viele weitere dergleichen Aussagen vοn Jesus.

So möchte ich nun ausgewählte Geschichten im alten Testament zusammenfassen:

· Schlangenkult oder Pakt mit dem Teufel? (4. Mose 21: 4-9)

Das Volk beklagte die schlechte Nahrung, darauf strafte der „Herr“ das Volk mit giftigen Schlangen, die töteten. Das Volk bereute und Mose bekam den Rat vom „Herr“, eine eiserne Schlange an einen Stab zu befestigen. Jeder, der nun von einer Schlange gebissen wurde und die eiserne Schlange anschaute, blieb am Leben.

· Ewiger Bund mit dem Geschlecht (1. Mose 17)

Der „Herr“ versprach Abraham einen ewigen Bund. Er verlangte, dass Abraham jedes Knäblein, alle Männer, das eigene Gesinde und die Fremden beschneidet. Die beschnittene Vorhaut soll das Zeichen des ewigen Bundes mit dem „Herr“ sein: das Opferfleisch. Der „Herr“ verlangt zudem, wenn einer nicht beschnitten ist, wird dieser ausgerottet, weil er den Bund gebrochen hat.

· Wer ist der Vater von Isaak? (1.Mose 16: 1 und 18: 10 und 21: 1+2)

Sara war die Ehefrau von Abraham und sie gebar ihm kein Kind. Der „Herr“ versprach Abraham ein Kind und der „Herr“ suchte Sara heim. So wurde Isaak gezeugt.

· Zweihundert statt hundert Vorhäute (1.Samuel 18: 20-27)

David wollte die Tochter vom König Saul heiraten. Saul verlangte für die Freigabe seiner Tochter nur hundert Vorhäute der Philister. Er hoffte auf diese Weise, David durch die Philister töten lassen zu können. David überlebte, konnte zweihundert Philister töten und brachte ihm zweihundert Vorhäute. Somit durfte er die Tochter heiraten.

Ich beende nun die Geschichten im alten Testament. Natürlich gibt es im alten Testament auch echte gottgeführte Propheten. Aber es gibt über tausend Grausamkeiten und Perversitäten. Diese wurden mir im Religionsunterricht nicht erzählt. Nur die schönen und edlen Abschnitte der Geschichten bekam ich zu hören. Es gab da immer nur edle Könige und nur gerechte Strafen. Aber dem der nachliest, zeigt sich ein ganz anderes, ein sehr sehr düsteres Bild.

Wer war dieser, der da Gott spielte? Hat sich da etwa die uralte Schlange eingeschlichen und sich für Gott ausgegeben? Hat die Schlange schon damals die Menschen verführt, wie sie das heute noch tut? Gibt es etwa luziferische Schriften im alten Testament?

Jesus gab uns die Antwort: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch mich. Glaubet an mich und lebet die Gebote der Liebe.

Grüsse von Miry

Dieser Text wurden von einer Leserin verfasst und stellen nicht in allen Punkten die Ansichten von Jesus-Offline dar.

Anmerkung Jesus-Offline:

Wie man sieht, tut sich die Leserin schwer, die sehr unterschiedlichen Charaktere dieses Bibel-Gottes miteinander in Einklang zu bringen. Wenn ich sie richtig verstehe, hat sie sich dazu entschieden, den "bösen" willkürlich handelnden Gott des Alten Testaments und den "liebenden" Jesus voneinander zu trennen, Jesus zu behalten und JHWH zu verwerfen. Den Text hatte sie ursprünglich als ihr Glaubensbekenntnis bezeichnet.

Auch wenn ich grundsätzlich zu anderen Schlussfolgerungen komme, muss ich ihr in soweit Recht geben: Es fällt schwer zu glauben, dass dieser grausame, völkermordende Gott des Alten Testaments tatsächlich der gleiche sein soll, den Jesus als Abba (Papa) bezeichnet.

 

Leserbriefe 29.12.2009: Von Okkultismus, christlichem Frauenbild, alttestamentlicher Grausamkeit, dem Himmel und der Hölle