Man mag es sich heute nicht mehr vorstellen können, aber es gab eine Zeit, in der ich täglich Bibel las. Ich liebte meinen Gott, ich mochte das Bibellesen. Was ich allerdings nicht mochte, das findet sich hier. Es ist quasi das kleine Gruselkabinett des liebenden Gottes.
Fangen wir an mit dem Pharao. Gott verstockt ihn, um seine Macht an ihm zu demonstrieren (wie verachtenswert). Dann tötet er kleine unschuldige Kinder, um ihn für etwas zu betrafen, für das er gar nichts kann. Wir haben uns daran schon so sehr gewöhnt, dass uns die Story eigentlich kalt lässt. Warum sollte ich sie also noch fett drucken. Schauen wir uns also gleich andere Geschichten an, bei denen wir noch nicht abgestumpft sind:
"Lauf Glatzkopf! Schneller Glatzkopf" rufen ein paar unerzogene Jungs. Dann verfluchte Elischa sie im Namen des Herrn und schon kamen zwei Bären aus dem Wald und "zerrissen" zweiundvierzig von ihnen. Prima!
Mir ist anhand des Textes nicht ganz klar, ob sie geopfert, vergewaltigt, misshandelt oder zwangsverheiratet wurden. Was auch immer - sicher werden die Leviten eins davon mit ihnen gemacht haben. Im Namen des liebenden Gottes.
Die Geschichte erzähle ich ausführlich unter die Logik der Gerechtigkeit.
Warum habt ihr alle Frauen am Leben gelassen?
...fragt Mose nach einem Feldzug.
Gott soll den segnen, der deine jungen Kinder ergreift und sie am Felsen zerschmettert!
Wer sowas schreibt - damals oder heute- ist einfach nur pervers. Und das muss man auch so sagen dürfen.
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14.03.2012 20:29 jo |
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