Ich hatte immer großes Interesse an Argumenten, die die Wahrheit der Bibel unterstreichen. Was eignet sich da mehr, als erfüllte Prophezeihungen.
Dann endlich hatten wir einen Mittagsvortrag bei einem bibeltreuen Prof. Dr. der Theologie zum Thema "Prophetie in der Bibel" (oder so ähnlich). Ich war äußerst gespannt. Endlich mal hören, was sich denn wirklich erfüllt hat.
Ich tat mich bis dahin schwer mit den Prophezeihungen, die ich in der Bibel fand. Kann ich wirklich hingehen und einen Vers völlig aus dem Zusammenhang reißen und zur erfüllten Prophetie erklären (wie das Matthäus gern tut)?
Wenn ich ehrlich bin. Der Vortrag war ernüchternd. Ich kann seine Worte noch heute (15 Jahre später) fast wörtlich wiedergeben:
"Die Prophezeihungen des AT im NT gehen keineswegs runter wie Öl. Sie sind uns durch die Bibel vorgegeben."
Er sagte damit genau das, was ich auch dachte: ich glaube, dass kein Theologe die Matthäus-Prophezeihungen mit einem Haken versehen würde, wenn sie eben nicht in der Bibel stünden.
Mir machte das immer schon etwas Angst, denn...
Überzeugen die Prophezeihungen (bspw. im Matthäus-Evangelium) wirklich, wenn man ihre Belegstellen mal im Zusammenhang liest?
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01.03.2012 21:03 |