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Römer 1,27ff.
...Frauen vertauschten den natürlichen mit dem wiedernatürlichen ...
... Männer entbrannten in Leidenschaft gegeneinander und gaben den natürlichen Verkehr mit den Frauen auf ...
Römer 1, 32
...Sie wissen genau, dass alle, die so handeln nach Gottes Urteil den Tod verdienen. Aber sie leben weiter so und geben noch allen Beifall, die ebenso handeln...
Sollten Sie über eine Suchmaschine direkt hier eingestiegen sein, seien Sie bitte so freundlich und lesen Sie den Abschnitt mit meinen ehrlichen Worten, bevor Sie hier weiterlesen. Mir ist es wichtig, dass ein paar Dinge geradegezogen sind, bevor wir hier über andere sprechen.
Ich bin nicht homosexuell — um das gleich klarzustellen. Im Gegenteil, ich empfinde den Gedanken als außerordentlich abstoßend. Aber ganz offensichtlich war ich früher einmal für homosexuelle durchaus anziehend.
K. war der erste, der mir zuerst von seiner Neigung und nachdem ich dies nicht verstand, von seiner homosexuellen Neigung erzählte. Das war um 1990 und K. gehörte zur Jugend der Gemeinde, in der ich quasi meine ersten christlichen Schritte unternahm. Er war dort sehr umstritten. Dies sicher auch zurecht, denn es gab da einige Vorfälle mit Minderjährigen und wenn mich nicht alles täuscht, zahlte er damals noch in monatlichen Raten eine Geldstrafe ab.
Ende 1991 mieten drei Jungs ein Haus an um dort zum einen zu wohnen und zum anderen Jugendarbeit zu machen. Sowohl ich als auch K. waren einer davon. Und so bekam ich einen gewissen Einblick in das Leben eines schwulen Christen. In dieser Zeit, zwischen 20 und 30, in der sich jeder eine Beziehung wünscht und sich viele Paare finden, sah die Welt für K. anders aus:
K. sah sich einer Welt gegenüber, die ihm nicht zugestand, eines Tages glücklich werden zu können. Vielleicht so, als ob Sie oder ich keine heterosexuelle Beziehung führen dürfen.
Ich hatte mit meiner damaligen Freundin sicher meine eigenen sexuellen Probleme & die hießen: kein Sex vor der Ehe. Aber das war eine zeitlich befristete Nummer, die sich nach unserer Planung spätestens mit der Hochzeit erledigen würde. Nicht so bei K. Für ihn gab es keinen Ausweg aus seiner Situation.
Ich entdeckte damals die Seelsorge für mich und las gelegentl. Bücher darüber. Auch diese Sorte Bücher, in denen ehemalige Homosexuelle berichten, wie sie es schafften, irgendwann Hetero zu werden. In allen Büchern, die ich las, fand ich den Hinweis, dass dies nur bei einem kleinen Anteil der Hοmosexuellen funktioniert.
Was für eine verabscheuungswürdige Lehre der Bibel, die diese Menschen einfach mit ihren homosexuellen Gefühlen und dem ewigen Verbot, das Glück zu finden, allein lässt.
Zu meiner großen Überraschung lernte ich durch K. weitere schwule Christen kennen. Schwul soll hier kein Schimpfwort sein — sie bezeichneten sich selbst so. Durch die Bank leidende Menschen mit einem zerschossenen Selbstbewusstsein. Wenn etwas so tiefsitzendes wie eine sexuelle Neigung lebenslang verboten sein soll, für was lohnt es sich dann eigentlich zu leben?
K. driftete irgendwann völlig ab. Das íst auch kein Wunder. Die einzige Art, wie man als Homosexueller mit dieser unmenschlichen christlichen Lehre umgehen kann, ist: sie zu ignorieren und dem christlichen Glauben irgendwann den Rücken zuzuwenden.
Ich hatte noch lange Zeit versucht, Kontakt zu K. zu halten, bis ich es nicht mehr ertragen habe. Er musste den christlichen Glauben irgendwann nicht nur ablegen, sondern auch ablehnen, um zu überleben. Und er hatte Recht damit.
Wenn man ein paar (non-sexuelle) Erfahrungen mit Homosexuellen gemacht hat, erkennt man einige schon an der Art, wie sie einem die Hand geben. So auch M., den ich an der Bibelschule kennenlernte. Wir wurden gute Freunde. Es dauerte allerdings relativ lang, bis er mit irgendwann in einem privaten Gespräch zugab, dass er lieber auf der anderen Seite des Ufers schwamm.
Im Gegensatz zu K. war M. viel zu fromm und viel zu entschieden, um seinen Glauben für seine Neigung aufzugeben. Er litt. Still, immer etwas traurig und versuchte sein Leben mit Gott, Gebet und frommen Dingen in den Griff zu kriegen. Dass es das niemals war, wusste jeder, der ihn näher kannte.
Sirb langsam. Eigentlich ein blöder Witz um das Leben eines Langweilers zu beschreiben. Bei M. hatte ich manchmal den Eindruck, dass dies wirklich irgendwie über seinem Leben stand.
Nun hatte M. sicher auch seine anderen Probleme, mit denen er zu kämpfen hatte. Das ändert aber nichts daran, dass dieses Problem der Homosexualität genauso präsent war, wie das meiner Sexualität. Ich konnte mich immerhin damit trösten, dass ich irgendwann die richtige Frau finden würde. Er nicht.
Für mich ist diese Lehre unmenschlich. Sie ist verabscheuungswürdig, grausam und führt zu Depressionen. Sie macht Menschen kaputt, die sich nach ihr richten möchten. Ich weiß, dass es Menschen gibt, die durch den christlichen Glauben Hilfe erfahren haben. Auch ich kenne solche Leute. Darum kann ich das Christentum nicht per se verteufeln. Aber eins muss schon gesagt werden: das Christentum hat nicht nur Schokoladenseiten. Es gibt auch eine dunkle Seite des Christentums. Eine Seite, die Menschen zerstören kann.
Ich habe keine Ahnung, warum Sie das hier lesen. Ob Sie über eine Suchmaschine direkt hier eingestiegen sind, weil Sie dieses Thema interessiert oder ob Sie hier nur aus Neugier mitlesen. Mein Apell an Sie: lassen Sie sich durch einen fragwürdigen Glauben nicht dazu verleiten, das Leben anderer kaputtzumachen. Und wenn Sie als Schwuler hier mitlesen, machen Sie sich klar, dass Sie nur ein Leben haben. Ziehen Sie rechtzeitig die Notbremse, bevor Sie dieser Glauben kaputtmacht.
Ich plädiere hier nicht für die totale sexuelle Freizügigkeit, denn ich bin immer verantwortungsbewusst damit umgegangen. Aber ich möchte eins an dieser Stelle deutlich sagen: Unterwerfen Sie Ihr Leben und Ihr Lebensglück nicht einer Religion, deren Lehren Sie eigentlich noch nie geglaubt haben. Und machen Sie sich bewusst, dass Sie Mittäter sind, wenn Sie von schwulen Menschen verlangen, ihre sexuelle Identität aufzugeben, damit Sie weiterhin fromme Liedchen singen können.
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